Navigation
EstraMonitor
Allgemein
![]() |
Der EstraMonitor ist ein Biosensor zum Nachweis östrogen wirksamer Substanzen in Wasser.
Beim EstraMonitor handelt sich um ein Basisgerät, welches sich zunächst noch in der Entwicklungsphase befindet.
Hintergrund
Das Projekt EstraMonitor beschäftigt sich mit der Entwicklung eines Hefezellen‑Biosensors zur Bestimmung von östrogen wirksamen Substanzen in Umweltproben. Partner ist das Institut für Pflanzengenetik und Kulturpflanzenforschung (IPK) in Gatersleben.
Verfahren
Als mikrobiologische Sensorkomponenten werden rekombinante Arxula adeninivorans Hefezellen eingesetzt, die sowohl ein Gen für den menschlichen Östrogenrezeptor α als auch die Erkennungssequenz für den Östrogenrezeptor kombiniert mit einem Reportergen besitzen. Werden die transgenen Zellen, die auf einem Dickschichtsensor immobilisiert sind, mit östrogen wirksamen Substanzen inkubiert, erfolgt deren elektrochemische Detektion. Da das Messverfahren auf transgenen Mikroorganismen basiert, ist der EstraMonitor als gentechnische Anlage einzustufen und daher nur in Räumlichkeiten mit S1-Status zu verwenden.
Funktionalität
![]() |
Der EstraMonitor wurde als Online-Analysator entwickelt, der die wesentlichen Eigenschaften dieser Geräteklasse, wie z.B. automatische und periodische Probenentnahme, automatisierter Mess- und Kalibrierverlauf, Messwertbearbeitung und -bereitstellung als Prozessmesssignal, Alarmfunktion und Eigenüberwachung der Gerätefunktion aufweist. Das Gerät ermöglicht eine fachgerechte Entsorgung der verbrauchten transgenen Hefezellen und kann von einem Techniker anhand der bereitgestellten Dokumentation bedient werden.
Anwendungsgebiete
Im Sinne eines vorsorgenden Umweltschutzes liegt das Hauptaugenmerk auf der Prüfung und Behandlung von Wasser und Abwasser in Kläranlagen.
Der EstraMonitor trägt dazu bei, das Monitoring von Schadstoffbelastungen zu verbessern. Durch den Einsatz preiswerter rekombinanter Hefestämme konnten die Untersuchungskosten deutlich reduziert werden.
Produktspezifikationen
Sensor
- elektronischer Dickschichtsensor in 1 ml Reaktionsgefäß mit mikrobieller Beschichtung
Kanalzahl
- 2-Kanal-Messung
Nachweisempfindlichkeit
in reinem Wasser
- 5 ng/l 17 β‑Östradiol (E2)
in stark kontaminiertem Wasser
- 10 ng/l 17 β‑Östradiol (E2)
Nachweisdauer
- ca. 4 h
Kosten je Probe
- ca. 20 €
Abmessungen
- 50 x 50 x 20 cm
Schnittstellen
- USB und 20 mA zur Messwertübertragung
Netzanschluss
- 220 V, 50 Hz
Schutzgrad
- IP54
Download
Das aktuelle Produktdatenblatt zum EstraMonitor finden Sie hier.

